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Mitgliederversammlung vom 27.11.2018

 

Gewählter Vorstand für das Vereinsjahr 2018/19 (v.l.n.r): Hans-Peter Glauser, Esther Ambühl, Martin Schmidlin, Renata M. Meile, Bruno Duss


 

Er ist bereits Tradition: der Apéro riche als Einstieg zur Mitgliederversammlung des Vereins «Luzerner NaturheilpraktikerInnen». Dieses Jahr fand die Versammlung zum zweiten Mal im Hotel Cascada in Luzern statt. Wer direkt von der Arbeit anreiste, konnte sich ab 19 Uhr bei leckeren Apéro-Häppchen auf die Versammlung einstimmen. Die Gelegenheit, sich in einem ungezwungenen Rahmen auszutauschen und neue Berufskolleginnen und -Kollegen kennenzulernen, wurde erfreulicherweise wieder gut genutzt. 

Jahresbericht

Der Jahresbericht des Vorstandes wurde mit Applaus genehmigt.

Die Arbeiten des Vorstandes standen erneut im Zeichen der Konsolidierung und der Kontaktpflege mit Behörden und nationalen Verbänden.

Bei herrlicher Abendstimmung haben wir im Juni 2018 wieder unseren Stamm im Seeland Sempach durchgeführt. Es war ein gemütlicher und reger Austausch. Der Vorstand würde sich über noch mehr Teilnehmer freuen.

Dank dem Engagement unserer Sekretärin ist es gelungen, die Vorstands-Vakanz mit Hans-Peter Glauser, Sursee, einer ausgewiesenen Fachperson aus dem Bereich der TCM zu besetzen.

Wie alljährlich wurden die Mitglieder mit einem Newsletter bedient.

Bekanntlich engagiert sich unser Verein seit Jahren für Qualität und Kompetenz in der Naturheilkunde. 2005 wurde die Berufsausübungsbewilligung (BAB) für Naturheilpraktiker (NHP) durch das neue Gesundheitsgesetz im Kanton Luzern abgeschafft. Dies hatte zur Folge, dass in unserem Kanton jedermann eine Naturheilpraxis eröffnen kann, mit oder ohne Ausbildung, und dass unser Berufsstand mehrwertsteuerpflichtig wurde. Seit Jahren versucht unser Verein mit grossem Engagement, die BAB für NHP wieder einzuführen. Über die Ergebnisse dieser Verhandlungen mit dem Kanton wurde im Rahmen des Sondertraktandums 7 informiert.  

Vorstandswahlen, Wahl des Revisors

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Esther Ambühl, Bruno Duss, Hans-Peter Glauser, Renata M. Meile und Martin Schmidlin wurden alle einstimmig und mit Applaus wiedergewählt.

Hubert Nanzer wurde als Revisor wieder bestätigt.  

 

Sondertraktandum «Einfluss des eidg. Diploms NHP auf den Kanton Luzern»

Renata M. Meile informiert über den aktuellen Stand. Sie weist erneut darauf hin, dass es sich beim NHP mit eidg. Diplom NICHT um eine Berufsausübungsbewilligung (BAB) handelt. Für die BAB sind die Kantone und nicht der Bund zuständig. Gema?ss geltendem eidg. MWST-Gesetz sind NHP nur von der MWST befreit, wenn sie über eine kantonale BAB verfügen. Der zuständige Regierungsrat hat uns in einem Gespräch im Jahre 2017 die Wiedereinführung der BAB für NHP im Rahmen einer Teilrevision des Gesundheitsgesetzes zugesichert. Diese Teilüberarbeitung des Gesundheitsgesetzes geht nur langsam voran. Nun soll aber Ende 2018 der Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung geschickt werden. Danach wird der Entwurf der Teilrevision des Gesundheitsgesetzes in der vorberatenden Kantonsratskommission diskutiert und soll 2019/2020 in zwei Lesungen im Kantonsrat behandelt werden. Das teilrevidierte Gesundheitsgesetz soll spätestens Mitte 2020 in Kraft gesetzt werden.

Folgende Vorschläge gehen nun in die Vernehmlassung:

1. NHP mit eidg. Diplom erhalten eine BAB. Für bereits praktizierende NHP ohne eidg. Diplom sollen folgende Übergangsregelungen gelten: basierend auf den bisher registrierten EMR-Methoden 22 Ayurveda, 91 Homöopathie, 131 TEN und 185/146 TCM Phytotherapie kann nach Inkrafttreten des Gesetzes innerhalb einer Frist von 6 Monaten beim Gesundheitsdepartement die BAB beantragt werden. Bisherige BAB der Akupunkteure werden in eine definitive BAB umgewandelt. Neu sind die Bewilligungen unbefristet. NHP mit einer BAB sind von der MWST befreit und sind zur Führung einer Privatapotheke berechtigt. Diese Variante ist sachkundig, fortschrittlich und fair.

2. Gemäss soeben erhaltener Meldung will RR Guido Graf neuerdings auch eine 2. Variante in die Vernehmlassung schicken. Diese 2. Variante beinhaltet lediglich eine Titelführungsbewilligung (TFB) für NHP mit eidg. Diplom. Eine Bewilligung für die Führung des Titels mit einem eidgenössischen Diplom ist rechtlich äusserst fragwürdig. Ein korrekt erworbener eidg. Titel darf gemäss Bundesrecht geführt werden und bedarf keiner kantonalen Bewilligung. Eine TFB trägt der Qualität in der Naturheilkunde nicht Rechnung, weil in diesem Fall im Kanton Luzern weiterhin auch unqualifizierte Personen als NHP tätig sein können. Eine TFB erkennt das Gefährdungspotential der Naturheilpraktik nicht und trägt damit dem Patientenschutz nicht Rechnung.

Der Vorstand des «Verein Luzerner NHP» wird an der Vernehmlassung teilnehmen, sich für Variante 1 einsetzen und die politischen Parteien sachgerecht darüber informieren. Wir werden unsere Mitglieder über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Der Vorstand